Basel

Rheinpromenade in Basel

Die Stadt Basel liegt am Dreiländereck Schweiz-Deutschland-Frankreich und ist die drittgrösste Stadt der Schweiz. Basel bildet einen Eisenbahnknotenpunkt mit einem der grössten Rangierbahnhöfe Europas. Mit den Frachthäfen der Region Basel, den einzigen der Schweiz, besteht über den Rhein eine Wasserstraßenverbindung zur Nordsee. Der im Elsass auf französischem Staatsgebiet liegende Flughafen Basel-Mülhausen wird gemeinsam mit dem Nachbar in Frankreich betrieben.

Im 4. Jahrhundert wird Basilia erstmals erwähnt und seit dem 8. Jahrhundert weiss man von den Basler Bischöfen. Bis heute erinnert der Baselstab, das Wappenzeichen der Stadt, an die bischöfliche Stadtherrschaft. Sie liessen das Münster errichten, versahen die Stadt mit Mauern, förderten die Ansiedlung von Handwerkern und Kaufleuten und gewährten der Bürgerschaft eine Verfassung. Der Bischof und eine städtische, zumeist adlige Führungsschicht prägten die Geschicke der Stadt bis ins 14. Jahrhundert. Danach erweiterte sich das städtische Regiment um die Vertreter der 15 Zünfte. Die Pest suchte 1348 auch Basel heim, 1356 richtete ein Erdbeben samt anschliessender Feuerbrunst ernste Schäden an. Gleichzeitig wurde Basel vermehrt in die sozialen und politischen Konflikte am Oberrhein verwickelt, denn die Stadt lag im Bereich von verschiedenen Herrschaftsräumen (Habsburg, Markgrafschaft Baden, Netzwerk der oberrheinischen Reichsstädte, Bund der Eidgenossen). Deshalb sah sich die städtische Führungsschicht veranlasst, sich einer der Mächte anzuschliessen. 1501 entschloss sich der Rat kurzfristig, der Eidgenossenschaft beizutreten.

Am Ausgang des Mittelalters präsentierte sich Basel als Stadt des Handwerks, des Handels und des Finanzwesens. Als Basel in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts zu einem wichtigen Zentrum des Buchdrucks wurde, erlebte die Stadt eine kulturelle Blüte. Die 1460 gegründete Universität und die erfolgreiche Tätigkeit von Verlegern und Druckern verliehen Basel ein beträchtliches kulturelles Prestige.

Basel blieb auch in der frühen Neuzeit eine Handelsstadt, deren wirtschaftliche Aktivitäten weit über die Grenzen des eigenen Umlandes hinausgingen. Im 19. Jahrhundert wandelte sich Basel zu einer modernen Industriestadt. Merkmale dieser Entwicklung waren Industrialisierung, Demokratisierung und Urbanisierung. An die Stelle der Seidenbandindustrie (17. und 18. Jahrhundert) trat die chemisch-pharmazeutische Industrie, die Basel heute entscheidend prägt.