Solothurn

St.Ursen Kathedrale, Solothurn

Die Stadt Solothurn ist ausserordentlich gut mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen. Sowohl in der Ost-/Westtangente (Richtung Lausanne/Genf bzw. St. Gallen/Konstanz) durch die SBB und die Linie Niederbipp-Solothurn als auch mit der Nord-/Südverbindung (Richtung Thun) durch den Regionalverkehr Bern-Solothurn ist Solothurn ins Schweizerische Schienennetz eingebunden. Der Busbetrieb Solothurn und Umgebung rundet das bestehende Angebot ab. Ein ganz besonderer Leckerbissen ist die Aarefahrt mit der Bielersee-Schifffahrtsgesellschaft von Solothurn nach Biel.

Die Gründung der Siedlung dürfte mit dem Bau einer Brücke für die Strassenverbindung Aventicum – Vindonissa (Avenches – Windisch) und dem Bau einer einfachen Hafenanlage für die Schifffahrt auf der Aare in Zusammenhang stehen.Gestützt wird diese Sicht auch von der Interpretation des Siedlungsnamens: «Salodurum», gebildet aus dem vorkeltischen Wort «sal» (Wasser, wogend) und dem keltischen Wort «duron» (Tür, Tor), lässt sich mit «Wassertor» übersetzen.

Während der Spätantike wurde die erste Kirche der Stadt, dem Heiligen Stefan geweiht, erbaut. Der Legende nach sollen um das Jahr 300 in Solothurn zwei christlich bekehrte römische Legionäre enthauptet worden sein: Ursus und Victor. Nach ihnen ist die heutige Kathedrale benannt. Die Gebeine des Victors wurden im 5. Jahrhundert von der burgundischen Prinzessin Sedeleuba nach Genf überführt, während der Ursus-Kult in Solothurn weiterlebte. 932 wird durch die Burgunderkönigin Bertha das St. Ursenstift am Standort der heutigen St.-Ursen-Kathedrale gegründet.

1080 hielten die Zähringer Einzug ins Land. Sie gründeten nicht nur neue Städte, wie zum Beispiel die Nachbarstädte Bern und Freiburg, sondern erweiterten auch zahlreiche andere, unter ihnen auch Solothurn. So wuchsen die Kirchenstadt um St. Ursen und die befestigte Siedlung zusammen.

Wegen der schwierigen Zeit für reichsfreie Städte im 13. Jahrhunderte musste sich auch Solothurn nach Verbündeten umsehen. So konnte, neben einigen Verträgen mit einzelnen Klöstern, der Bund von Bern geschlossen werden. 1393 beginnt für Solothurn die Zeit bei den Eidgenossen. Die Stadt war in diesem Jahr Mitunterschreiber des Sempacherbriefes.

Mit dem Kauf des Wasseramtes (1466), und der Eroberung von Dorneck und Thierstein zu Beginn des 16. Jahrhunderts erreichte der Kanton seine heutige Gestalt. Der zerfetzte Umriss des Staates wird von einem Volksspruch veranschaulicht: «Wenig Speck und viele Schwarten, viel Haag und wenig Garten.»